Social Commerce bzw. Social Shopping
Social Commerce oder auch Social Shopping ist eine Ausprägung des E-Commerce, bei der die aktive Beteiligung der Kunden sowie die persönliche Beziehung der Kunden zueinander im Vordergrund stehen. Durch den Einbau von sozialen Elementen ist es Kunden möglich Empfehlungen zu einzelnen Produkten abzugeben und Empfehlungen anderer Kunden zu diesen Produkten zu erhalten. Dieser Meinungsaustausch zwischen Kunden führt dazu, dass der einfache Online-Einkauf zu einem emotionalen Kauferlebnis für den Kunden wird. Außerdem kann ein potenzieller Kunde mit Hilfe von sozialen Elementen seine eventuelle Unsicherheit überwinden und in seiner Produktwahl bestätigt werden. Der Meinungsaustausch ist hierbei prinzipiell für alle Warengruppen wichtig und führt zu einer höheren Kaufwahrscheinlichkeit und einer geringen Retourenquote.Durch die jüngsten technischen Entwicklungen und deren Vefügbarkeit für große Teile der Gesellschaft kam es auch zu einem verändertem Mediennutzungsverhalten sowie einer zunehmenden Vernetzung der Menschen in virtuellen Räumen. Schnittstellentechnologien z.B. bei Facebook und Twitter ermöglichen deutlich bessere und benutzerfreundlichere technische Kommunikationsformen als noch vor wenigen Jahren. Dabei gehen die Möglichkeiten mittlerweile weit über den reinen Informationszweck hinaus.
Die Chancen, aber auch die Risiken der sozialen Netzwerke haben viele Unternehmen für sich erkannt und nutzen die neuen Informationspfade für Ihre Zwecke. Als Einstieg in die Social Commerce Welt wählen viele Onlineshops und Portale zunächst die Integration der “Like-Button“ von Facebook, Twitter und Google. Kunden können mit dieser Funktion ein positives Feedback zu einem Produkt abgeben und somit in einem riesigen Netzwerk auf dieses Produkt aufmerksam machen. Gute Produkte bzw. Empfehlungen von Kunden „sprechen“ sich schnell herum und sorgen für deren Verbreitung.
Diese Elemente setzt jedoch auch den Willen voraus, sich direkt mit dem Kunden auseinanderzusetzten zu wollen. Ähnlich sensibel ist die Einbindung von Rezensionen. Hiermit wird dem Kunden nicht nur die Möglichkeit gegeben, ein Produkt zu bewerten, sondern genau zu beschreiben, welche Eigenschaften eines Produktes dem Kunden besonders gut, aber auch besonders schlecht gefallen haben.
Neben den allgemeinen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter existieren noch weitere soziale Netzwerke, welche speziell das Thema Social Commerce bedienen. Auf diesen sogenannten Social Commerce Portalen sind neben „einfachen“ Bewertungen andere Elemente eingebaut. Beispielsweise können sich die User komplette Outfits zusammenstellen und diese von anderen Usern bewerten lassen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anbieter, die Usern hochwertige Angebote zu kleinen Preisen anbieten, wenn Sie vorher eine Typbestimmung und Käuferprofil ausfüllen. Durch dieses Angebotsprofil fallen die Bereiche Vertrieb und Marktforschung unmittelbar zusammen. Dem Kunden wird es so ermöglicht, nicht nur Geld, sondern auch seine Meinung als Währung einzusetzen.
Die Nutzung sozialer Komponenten bezieht sich jedoch nicht nur auf Onlineshops. Auch der Einzelhandel kann soziale Komponenten in sein Geschäftsmodell mit einbeziehen. So hat beispielsweise die Modemarke Diesel in ihrem Madrider Shop einen Facebook-Spiegel, vor dem sich die Kunden in neuen Outfits fotografieren, die Bilder anschließend über das Netzwerk veröffentlichen und so die Meinung ihrer Freunde einholen können.
Artikel wurde von smatch.com zur Verfügung gestellt.
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